Pfr. i.R. Paul Geißendörfer:
Abschlussbericht vom 19. Jahrestreffen
der "Gemeinschaft Evang. Zisterzienser-Erben in Deutschland"
vom 28. April bis 1. Mai 2011 in Kappel am Albis, Schweiz


Die 150 Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Viele hatten eine Anreise von über 1.100 Km. Alle Berufs- und Altersschichten waren vertreten. Es war das erste Treffen außerhalb Deutschlands. Die Vorbereitungsarbeiten zwischen der Kontaktstelle und dem Kloster Kappel sind erfreulich verlaufen. Das war auch die Gewähr für einen problemlosen Ablauf des dichten und umfangreichen Programms. Teilnehmerzahl und das Programm waren eine logistische Herausforderung, der Kloster Kappel in Unterbringung und Verpflegung in vorbildlicher Weise nachgekommen ist. Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen beigetragen haben.
Die Tage waren getragen von einer freundlichen und spürbar geistlichen Atmosphäre. Der Umgang der Teilnehmer miteinander, die Freude an der Wiederbegegnung und der ruhige Ablauf waren wohltuend. Den schwer erkrankten Präsidenten des Kirchenrates der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich, Dr. h.c. Ruedi Reich, hat Pfr. Thomas Plaz-Lutz, vertreten.

Das Treffen stand unter dem Thema: „Reformierte Spiritualität.“ Es zog sich durch alle Predigten, Referate und Stundengebete. Es ist den Schweizer Freunden gelungen, uns die reformierte Prägung der Evangelischen Kirche zu vermitteln. Ein weiteres Erlebnis war die prominente Teilnahme des Zisterzienserordens. Generalabt und Generalprokurator, beide aus Rom, Äbte und Äbtissinnen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland haben gastweise oder ganz teilgenommen. Große Beachtung hat das Grußwort des Generalabtes gefunden. In der Einladung ist dazu in „Gewachsene, gelebte und geschenkte Ökumene“ zu lesen. Unter den Teilnehmern war auch der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die Evangelischen Kommunitäten und Geistlichen Gemeinschaften, Landesbischof i.R. Jürgen Johannesdotter. Die Kollekte beim Eröffnungsgottesdienst erbrachte CHF 813,55 (ca. € 677,95).

Am Freitagabend gab der Generalprokurator Informationen aus dem Zisterzienserorden. Anschließend informierten bei den „Drei-Minuten-Berichten“ 20 Teilnehmer aus ihrer Arbeit. Am Freitag gab es mit drei Bussen eine Exkursion zu den Klöstern Wurmsbach am Ufer des Oberen Zürichsees (Zisterzienserinnen) und Einsiedeln (Benediktiner). Wurmsbach war ein besonderes Erlebnis an Herzlichkeit. Das Gespräch mit dem Abt in Einsiedeln war offen zum Teil auch kritisch für beide Seiten. In Wurmsbach konnten wir am Mittagsgebet und in Einsiedeln an der Vesper mit den Konventen in den Klosterkirchen teilnehmen. Am letzten Tag kam es nach dem Morgengebet mit Reisesegen zu der traditionellen Baumpflanzung im Klostergarten. Die meisten Teilnehmer besuchten vor der Abreise noch um 9.30 Uhr den Gemeindegottesdienst in der Klosterkirche, den Pfarrerin Dorothea Wiehmann Giezendanner, Ascona, und Pfr. Markus Sahli vom Kloster Kappel gemeinsam hielten. Es war eine große und ermutigende Tagung.

Wichtige Texte sind bereits in der Einladung am 1. Advent 2010 zum Jahrestreffen im April 2011 in Kloster Kappel am Albis nachzulesen.
Berichte in Wort und Bild, Grußworte, Referate und Predigten vom Treffen 2011
finden sich in großer Anzahl in unserer Homepage
www.evangelische-zisterzienser-erben.de
zum Nachlesen, Herunterladen und Ausdrucken.

Paul Geißendörfer, 06.05.2011
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