23. Jahrestreffen in Doberlug/Mühlberg

Sonntag bis Mittwoch  -  vom 26. bis 29. April 2015
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Wir danken dem Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster
für die freundliche Unterstützung unseres Treffens!
www.kulturreise-ee.de

Ausstellungen im Schloss Doberlug

vom 15.4.-30.8.2015
"Mit den Augen der Sehnsucht..."
EinBlick in die Welt der Zisterzienser
Fotoausstellung von Eva Kunzmann, Bayreuth

vom 15.4.-25.5.2015
Das mittelalterliche Skriptorium
Eine Ausstellung von Dr. Alice Selinger,
ergänzt mit Originalurkunden,
die im Kloster Dobrilugk entstanden sind
(Leihgaben des Brandenburgischen Landeshauptarchivs Potsdam)
hier ein paar einstimmende Fotos:
(mehrstufig in Ordnern sortiert)
Die 3-Minuten-Berichte sollen von Problemen und Erfolgen erzählen
und Anregungen geben für die Arbeit in der Fläche
 

                   












Wir haben uns gefreut über die Berichte von ...          (bitte ggf. anklicken)

Altabt Dr. Hans-Christian Drömann > Amelungsborn

Herzliche Grüße von Abt Eckard Gorka. Er wünscht unserer Tagung Gottes Segen.
Zu unserer Freude erhält die Klosterkirche Amelungsborn einen neuen Vierungsturm in Gestalt
einer gotischen „Nadel“, nachdem der bisherige aus statischen Gründen abgetragen werden
musste. In seiner Gestalt entspricht der neue Turm dem der hiesigen Klosterkirche Doberlug.
Die Arbeiten beginnen mit dem Gerüstbau in den nächsten Wochen und sollen bis zum
November abgeschlossen sein.
Unsere klösterliche Gemeinschaft besteht aus dem Abt, dem Konvent, der Familiaritas, dem
oekumenischen Frauenkreis und der Gemeinschaft der Kapitularen. 4 Novizen haben in diesem
Jahr Aufnahme in die Familiaritas gefunden, die jetzt 41 Brüder umfasst. Gäste, die Interesse
an unserer Gemeinschaft haben, sind uns herzlich willkommen.
Das Thema dieses Jahres beschäftigt sich im Hinblick auf das Jahr 2017 mit Luthers
Auslegung der Heiligen Schrift, seinem Liedgut, seinem theologischen Ansatz zur Erneuerung
der Kirche. Unser Leitgedanke: Luther hat keine neue Kirche gewollt, ihm ging es darum, die
kirchlichen Missstände seiner Zeit zu beheben.
Nach Wunsch der Hannoverschen Landeskirche soll unser Kloster auch für landeskirchliche
Aufgaben zur Verfügung stehen. Angedacht sind eine zeitlich bestimmte geistliche Einkehr für
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Diakonischen Bereich und von ehrenamtlichen Lektoren und
Prädikanten.
         
         Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen! Ihr Hans-Christian Drömann.



Bericht vom 23. Jahrestreffen der „Gemeinschaft Evang. Zisterzienser-Erben"
vom 26. bis 29. April 2015 in Doberlug/Mühlberg

Das 23. Jahrestreffen hat wie schon das 8. im Jahre 2000 in Doberlug stattgefunden.
Damals waren es 103 Teilnehmer, diesmal laut Teilnehmerliste 146 aus ganz Deutschland.
Vor 15 Jahren waren in den Gebäuden Kirche, Refektorium und Schloss noch
die Spuren der DDR-Vergangenheit deutlich zu erkennen.
Diesmal präsentierten sie sich in einem erfreulich glanzvollen baulichen Zustand.
Das Treffen war durch das Team gut vorbereitet worden und konnte wie geplant problemlos ablaufen.
Besonderen Dank und Anerkennung verdienen Monika Anders und Elvira Bratsch und die vielen
Gemeindeglieder, die unauffällig im Hintergrund um alles besorgt waren.
Die Versorgung war in jeder Hinsicht bestens gewährleistet.
Schon der Begrüßungskaffee im Gemeindehaus war eine freundliche Geste,
ebenso auch die Tagungsmappe im Quartier mit vielen wertvollen Hinweisen.
Die Einladung erfolgte rechtzeitig, Interessierte konnten sich auf das Treffen einstellen.
Es war zu spüren, wie sich alle auf die Begegnung freuten.
Die meisten Teilnehmer kannten sich von den vorausgegangenen Treffen.
Der bewusste Verzicht auf einen Vereinsstatus hat sich erneut als eine richtige Lösung gezeigt.
Er entlastet die Treffen von juristischen Verpflichtungen und lässt Raum für eine durchgängige Arbeit.
Der Charakter einer geistlichen Gemeinschaft wurde auch diesmal wieder deutlich
und angenehm spürbar. Es war eine freundliche und gute Atmosphäre.
Das Programm war gerahmt von den Stundengebeten Mette, Mittagsgebet, Vesper und Komplet. Sie wurden
nach der schon immer praktizierten Ordnung gehalten. Erstmals haben sich an deren Gestaltung
Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer beteiligt.
Es war beeindruckend als die vielen Teilnehmer still in die Kirche einzogen.
Die Vorbereitung lag wieder in den Händen von Altabt Dr. Hans-Christian Drömann vom Kloster
Amelungsborn. Dank gilt den Mitwirkenden für ihre Bereitschaft, diese Dienste zu übernehmen.
Beim Eröffnungsgottesdienst in der Klosterkirche mit Feier des Heiligen Abendmahles hielt
Bischof Dr. Markus Dröge von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg/schlesische Lausitz
die Predigt. Es sang die Kantorei Doberlug unter Leitung von Helmut Brauer.
Der Empfang der Landeskirche erfolgte im Refektorium mit Grußworten des Bürgermeisters,
des Landrates und des Superintendenten des Kirchenkreises Niederlausitz.
Aus allen Grußworten war die Freude über das Treffen in Doberlug erkennbar.
Am 2. Tag referierten Pfarrerin Andrea Richter, Beauftragte für Spiritualität
in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg/schlesische Oberlausitz
und Äbtissin i.R. Monika von Kleist, Kloster Medingen.
Raum war für Kurzberichte mehrerer Teilnehmer aus ihren Erfahrungen
und ein ausführlicher Bericht über den Zisterzienser-Orden durch den
Generalprokurator P. Dr. Meinrad J. Tomann OCist, Rom.
Auch die traditionelle Baumpflanzung im Pfarrgarten fand mit einer Rede
von Jürgen Otten, Kloster Amelungsborn, statt.
Am Montagnachmittag wurden thematische Führungen in und um Kirche und Schloss angeboten.
Dort führte auch das Ehepaar Rolf und Eva Kunzmann durch seine Fotoausstellung
zum Thema: „Mit den Augen der Sehnsucht …“ EinBlick in die Welt der Zisterzienser“.
Am Dienstag folgte ein Referat durch den Archiv- und Bibliotheksdirektor des Erzbischöflichen Ordinariats
München, Dr. Peter Pfister, über Bischof Otto von Freising als Brückenbauer Europas.
Am Dienstagnachmittag fand eine Exkursion zu dem etwa 50 km entfernten
südwestlich von Doberlug gelegenen ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster
Marienstern/Mühlberg an der Elbe statt.
Es nennt sich „Ökumenisches Haus der Begegnung und Stille“.
Der Leiter des Klosters, P. Alois Andelfinger cmf und die
evangelische Gemeindepfarrerin von Mühlberg, Pastorin Kerstin Höpner-Miech,
begrüßten in der Mittagshore in der Klosterkirche die Gruppe.
„Wir freuen uns sehr und begrüßen Sie bei uns ganz herzlich.
Wir freuen uns, daß wir miteinander den Tag erleben und gestalten.
Es wird uns aufs Neue Mut machen, und dieser Tag mit den Begegnungen
wird uns sehr bereichern.
In Mühlberg ist es uns ein Anliegen, die tiefe Spiritualität der Zisterzienserinnen neu zu beleben
und andere erleben zu lassen durch Stille und Gebet, durch Begegnung und Suche.
Es geschieht - und nach all den Jahrhunderten ganz bewusst -
in der Gemeinschaft und Gemeinsamkeit der Ökumene.
Evangelische und katholische Christen berühren einander
und verlebendigen die Botschaft von Christus.
Kommen Sie und lassen Sie sich davon berühren. Wir freuen uns“.
Nach dem Mittagessen im Kloster führten P. Andelfinger und Pastorin Höpner-Miech
in Gruppen durch das Kloster und durch die evangelische Kirche. Beides war sehr beeindruckend.
Im Abendgebet in der Klosterkirche wurde Abt em. Hans Christian Drömann mit Dank
für seinen langjährigen Einsatz um das Stundengebet verabschiedet.
Paul Geißendörfer wies auf das Buch im Kunstverlag Fink hin, dass im Juni erscheinen wird:
„Es ist unser aller Buch.
Wir könnten unser Anliegen nicht besser einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.“
Die Evangelische Kantorei Mühlberg/Elbe unter der Leitung von Stefan Jänke,
Chorleiter und Komponist, wirkte im Abendgebet mit.
Der Tag in Mühlberg/Elbe war ein großes Erlebnis. Viel geistliche Kraft ist von ihm ausgegangen.
Die echte, aufrichtige und von geistlicher Tiefe getragene ökumenische Gesinnung wird nachwirken.
Axel Lundbeck lud zum 24. Jahrestreffen vom 17.-20. April 2026 in Helfta ein.
Der Tag wurde in Doberlug nach dem Abendessen mit einem Konzert
„Die besten Güter sind dankbare Lieder“ vom Collegium Cantorum des Ev. Kirchenkreises Niederlausitz unter
Leitung von Kreiskantor Andreas Jaeger, beschlossen.
Das Treffen endete am Mittwoch mit dem Morgengebet und Reisesegen.
Bei der Verabschiedung war die Vorfreude auf das nächste Treffen in Helfta deutlich zu erkennen.
Hingewiesen sei auf die Webseite der Gemeinschaft.
Dort sind im Nachherein noch das Programm einzusehen und viele andere Informationen.
Inzwischen sind von einigen Bildautoren Fotos in großer Zahl eingetroffen,
sie sind dort ebenfalls zugänglich.
Beste Wünsche für ein gesegnetes Pfingstfest.
Paul Geißendörfer , 29.05.2015


Predigt und Vorträge zum Herunterladen

Bischof Dr. Markus Dröge, Predigt

Dr. Peter Pfister "Zwischen Morimond und Freising"

Jürgen Otten "Baumpflanzung 2015"