Das Altargemälde zeigt in 13 Einzelbildern die neutestamentliche Heilsgeschichte,
beginnend mit der Ankündigung der Geburt Jesu bis zur Ausgießung des Heiligen Geistes an
Pfingsten. Auf der Innenseite des linken Flügels sind Szenen der Kindheit Jesu
dargestellt, auf der Mitteltafel die Leidensgeschichte vom letzten Abendmahl bis zur
Kreuzabnahme. Die Innenseite des rechten Flügels zeigt die Grablegung, Auferstehung,
Himmelfahrt Christi und Ausgießung des Heiligen Geistes auf die versammelten Jünger mit
Maria in ihrer Mitte.
Maria, hervorgehoben in ihrer Würde als Gottesmutter, ist auf
fast allen Darstellungen präsent. Die besondere Verehrung des Zisterzienserordens für
Maria wird hier ebenso deutlich wie im Namen der Kirche "St. Maria".
Die "Vier Gekrönten", die neben Maria der Kirche ihren
Namen gaben, waren nach einer alten Überlieferung vier Steinmetze, die im 4. Jh. den
Märtyrertod starben.
Alle Darstellungen des Altarbildes sind mit einem wunderbar
schimmernden Goldhintergrund versehen. Das Ewige tritt ein ins Zeitliche, in die von uns
erfahrbare Dimension von Raum und Zeit.
Viele Figuren in den einzelnen Szenen laden dazu ein, sich selbst
innerhalb des Geschehens zu sehen und damit auch die eigene Gegenwart in die
Heilsgeschichte hineingenommen zu wissen.