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Klosterkirche Netze

Der gotische Flügelaltar
ist eines der wenigen monumentalen Altarwerke

deutscher Tafelmalerei aus dem 14. Jh.
Das Triptychon hat geöffnet eine Breite von 4,75 m und

wurde von einem unbekannten Meister um 1370 erschaffen.

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Das Altargemälde zeigt in 13 Einzelbildern die neutestamentliche Heilsgeschichte, beginnend mit der Ankündigung der Geburt Jesu bis zur Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten. Auf der Innenseite des linken Flügels sind Szenen der Kindheit Jesu dargestellt, auf der Mitteltafel die Leidensgeschichte vom letzten Abendmahl bis zur Kreuzabnahme. Die Innenseite des rechten Flügels zeigt die Grablegung, Auferstehung, Himmelfahrt Christi und Ausgießung des Heiligen Geistes auf die versammelten Jünger mit Maria in ihrer Mitte.

Maria, hervorgehoben in ihrer Würde als Gottesmutter, ist auf fast allen Darstellungen präsent. Die besondere Verehrung des Zisterzienserordens für Maria wird hier ebenso deutlich wie im Namen der Kirche "St. Maria".

Die "Vier Gekrönten", die neben Maria der Kirche ihren Namen gaben, waren nach einer alten Überlieferung vier Steinmetze, die im 4. Jh. den Märtyrertod starben.

Alle Darstellungen des Altarbildes sind mit einem wunderbar schimmernden Goldhintergrund versehen. Das Ewige tritt ein ins Zeitliche, in die von uns erfahrbare Dimension von Raum und Zeit.

Viele Figuren in den einzelnen Szenen laden dazu ein, sich selbst innerhalb des Geschehens zu sehen und damit auch die eigene Gegenwart in die Heilsgeschichte hineingenommen zu wissen.